Zuletzt aktualisiert am 19. February 2026
Die geolokationsbasierte Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) ermöglicht es Organisationen, das Sicherheitsniveau der Benutzeridentitäten zu erhöhen und bedingten Zugriff, basierend auf dem Standort des Benutzers, durchzusetzen. Eine derartige Lösung hilft dabei, Hochrisikogebiete zu blockieren, unautorisierte Anmeldungen aus bestimmten Ländern zu verhindern und standortbasierte Zugriffsrichtlinien anzuwenden, die den Prinzipien des Zero Trust entsprechen. Die auf Geolokalisierung basierende Zugriffskontrolle in der Rublon‑MFA Lösung besteht darin, eine Geolocation Policy zu erstellen und sie den geschützten Anwendungen zuzuweisen, um sicherzustellen, dass sich nur vertrauenswürdige geografische Standorte bei ihnen authentifizieren können.

Wie aktiviert man die Geolocation Policy in MFA?
Die Aktivierung der Geolocation Policy in der Rublon‑MFA‑Plattform ist unkompliziert und ermöglicht Organisationen eine vollständige Kontrolle darüber, wie sich die Multi‑Faktor‑Authentifizierung (MFA) abhängig vom Standort des Benutzers verhalten soll. Die Konfiguration erfolgt direkt in der Rublon Admin Console, wo Administratoren festlegen können, ob der Zugriff aus ausgewählten Ländern MFA aktivieren, dessen Umgehung erlauben oder den Zugriff vollständig blockieren soll.
Um die Geolocation Policy zu aktivieren:
1. Melden Sie sich in der Rublon Admin Console an und wählen Sie den Reiter Policies.
2. Wählen Sie eine bestehende Richtlinie aus oder erstellen Sie eine neue.
3. Legen Sie im Abschnitt Geolocation fest, wie sich die Authentifizierung für ausgewählte Länder verhalten soll:
- Bypass MFA (MFA umgehen)
- Enforce MFA (MFA erzwingen)
- Deny Access (Zugriff verweigern)

4. Speichern Sie die Richtlinie und weisen Sie diese einer Anwendung (Application Policy) oder einer bestimmten Benutzergruppe (Group Policy) zu, je nach der gewählten Zugriffskontrollstrategie.
Um detaillierte Konfigurationsanleitungen und weitere Informationen zu erhalten, nutzen Sie die folgenden Ressourcen:
- Gewidmete Seite zur Geolocation Policy
- Dokumentation der Rublon Admin Console – Geolocation Policy
- Beispiel für die Verwendung der Geolocation Policy im Rahmen der Group Policy
- Anwendungsfall Rublon MFA: Standortbasierter Kontoschutz mit Rublon MFA
Was ist Geolokalisierung?
Geolokalisierung (oder Geolokation) ist der Prozess der Bestimmung des physischen Standorts eines Benutzers anhand von Signalen wie IP‑Adresse, GPS‑Daten, Wi‑Fi‑Netzen oder Informationen aus Mobilfunknetzen. In der Cybersicherheit dient die Nutzung des geografischen Standorts im Rahmen der MFA‑Authentifizierung vor allem dazu zu beurteilen, ob ein Anmeldeversuch aus einer vertrauenswürdigen Region stammt. In Kombination mit standortbasiertem bedingtem Zugriff können Organisationen den Zugang basierend auf dem Land des Benutzers durchsetzen, verdächtige Regionen blockieren, verdächtige Anmeldungen anhand des geografischen Standorts erkennen, geobasierte Login‑Einschränkungen anwenden und auch Kontoübernahmen verhindern.
Definition der geolokationsbasierten Multi‑Faktor‑Authentifizierung (MFA)
Die geolokationsbasierte Multi‑Faktor‑Authentifizierung (MFA) ist ein Mechanismus, der den geografischen Standort des Benutzers als kontextbezogene Sicherheitskontrolle während des Anmeldeprozesses nutzt. In der Praxis bewertet die geolokationsbasierte MFA, von wo ein Anmeldeversuch stammt und wendet eine standortbasierte MFA‑Zugriffsrichtlinie an, um zu entscheiden, ob die Anmeldung ohne MFA zugelassen wird, ob der Benutzer zur MFA aufgefordert wird oder ob der Anmeldeversuch blockiert werden soll.
Warum lohnt es sich, MFA mit Geolokalisierung zu kombinieren?
Viele Organisationen fragen: Warum sollte man die Multi‑Faktor‑Authentifizierung (MFA) mit Geolokalisierung verbinden?
Die Antwort ist einfach: Die herkömmliche MFA überprüft, wer sich anmeldet, aber nicht von welchem Standort.
Durch die Ergänzung um die Standortprüfung wird die Geolokalisierung in MFA zu einer leistungsstarken kontextbezogenen Sicherheitsmaßnahme, welche die Angreifer selbst dann am Login hindert, wenn diese im Besitz der korrekten Zugangsdaten sind.
Dieser Ansatz entspricht den Zero‑Trust‑Prinzipien und ermöglicht eine standortbasierte Zugriffskontrolle in der Rublon‑MFA‑Plattform. Dadurch wird sichergestellt, dass die Authentifizierung ausschließlich aus genehmigten geografischen Standorten erlaubt ist.
Kostenlose Geolokations‑MFA‑Testversion →
Was ermöglicht die Geolocation Policy in Rublon MFA?
Die Geolocation Policy (auch bekannt als Richtlinie für geografische Standortbestimmung oder standortbasierte Zugriffsrichtlinie) ermöglicht es Administratoren festzulegen, welche geografischen Regionen Zugriff auf Anwendungen erhalten dürfen.
Dank der geolokationsbasierten Richtlinien in der Rublon‑MFA‑Lösung können Organisationen:
- Anmeldungen basierend auf dem Land des Benutzers erzwingen,
- Authentifizierungsversuche aus einem Hochrisikogebiet blockieren,
- bedingten Zugriff basierend auf dem geografischen Standort des Benutzers anwenden,
- sicherstellen, dass nur vertrauenswürdige Geolokationen Zugriff auf sensible Systeme erhalten.
Vorteile der Nutzung von Geolokalisierung im MFA‑Authentifizierungsprozess
- Verhinderung unautorisierter Zugriffe aus dem Ausland: Nur Benutzer in genehmigten Ländern können sich authentifizieren.
- Geringere Anfälligkeit für Kontoübernahme‑Angriffe: Blockierung von Login‑Versuchen aus einem Hochrisikogebiet oder unerwarteten Standorten.
- Stärkung der Sicherheit durch kontextbezogene Signale: Kombination von MFA mit standortbasierter Zugriffskontrolle.
- Bessere Vorbereitung auf Compliance‑Anforderungen: Unterstützung von Vorschriften, die standortbasierte Zugriffsbeschränkungen verlangen.
- Keine zusätzlichen Hürden für berechtigte Benutzer: Authentifizieren bleibt zügig für Anwender, die sich innerhalb der erlaubten Regionen anmelden.
Kann Geolokalisierung in MFA das Risiko einer Kontoübernahme verringern?
Ja. Der Einsatz von Geolokalisierung im Rahmen der Multi‑Faktor‑Authentifizierung (MFA) gehört zu den wirksamsten Methoden, um Kontoübernahmen zu verhindern.
Angreifer agieren häufig aus dem Ausland oder aus einem Hochrisikogebiet. Eine geografische MFA‑Zugriffsrichtlinie ermöglicht es Organisationen, bösartige Anmeldeversuche zu blockieren, bevor sie interne Systeme erreichen.
Die Durchsetzung standortbasierter Zugriffsrichtlinien erlaubt es Unternehmen, unautorisierte Login‑Versuche zu stoppen – selbst dann, wenn Cyberkriminelle Zugang zu den Passwörtern oder MFA‑Token erlangt haben. Dadurch wird die risikobasierte Authentifizierung unter Nutzung von Geolokalisierung zu einem entscheidenden Verteidigungsmechanismus gegen Phishing, Credential‑Stuffing‑Angriffe und Brute‑Force‑Attacken.
Wie unterstützt Geolokalisierung in MFA Sicherheitsstandards und regulatorische Anforderungen?
Zero‑Trust‑Architektur
Geolokalisierung liefert ein zusätzliches kontextbezogenes Signal, welches die Zero‑Trust‑Prinzipien stärkt, indem nicht nur überprüft wird, wer Zugriff anfordert, sondern auch von wo. Dies ermöglicht eine konsequentere Durchsetzung kontinuierlicher Verifizierung und reduziert Risiken durch Anmeldungen aus unerwarteten oder risikoreichen Regionen.
NIS2‑Richtlinie
Die NIS2‑Richtlinie legt großen Wert auf risikobasierten Zugriff und starke Authentifizierung für wesentliche und wichtige Einrichtungen. Geolokationsbasierte MFA unterstützt diese Anforderungen aus dem Artikel 21, indem sie den Zugriff aus nicht vertrauenswürdigen Regionen einschränkt und standortabhängige Authentifizierungsrichtlinien ermöglicht.
ISO/IEC 27001:2022
- A.5.15 – Zugriffskontrolle: Geolokalisierung unterstützt die Umsetzung strengerer Zugriffsrichtlinien, indem die Authentifizierung auf genehmigte geografische Regionen beschränkt wird.
- A.8.16 – Überwachung von Aktivitäten: Standortbasierte Authentifizierung erleichtert die Erkennung von Anomalien, wie etwa Anmeldeversuchen aus ungewöhnlichen oder risikoreichen Regionen.
PCI DSS 4.0
PCI DSS 4.0 empfiehlt den Einsatz kontextbezogener Authentifizierungsfaktoren, um die Identitätsprüfung zu stärken. Geolokationsbasierte MFA fügt dem Prozess ein zusätzliches Standortsignal hinzu und hilft dabei, unautorisierte Zugriffsversuche aus nicht genehmigten Regionen zu blockieren.
HIPAA Security Rule
HIPAA verlangt die Implementierung risikobasierter Zugriffskontrollen zum Schutz elektronischer Gesundheitsdaten (ePHI). Geolokationsbasierte MFA unterstützt diese Anforderungen, indem sie die Authentifizierung auf vertrauenswürdige geografische Bereiche beschränkt und so das Risiko unbefugten Zugriffs reduziert.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Geolokalisierung in MFA
Welche MFA‑Lösungen mit Geolokalisierung sind die besten?
Viele MFA‑Plattformen bieten grundlegende Standortprüfungen an, doch Rublon MFA hebt sich durch die dedizierte Geolocation Policy hervor. Sie ermöglicht es Organisationen, die Authentifizierung auf genehmigte Länder oder Regionen zu beschränken und dadurch den Kontoschutz deutlich zu verbessern.
Was sind die besten geolokationsbasierten MFA‑Lösungen für die Unternehmenssicherheit?
Unternehmen profitieren am meisten von MFA‑Lösungen, die präzise, richtlinienbasierte geografische Standortkontrollen bieten. Rublon MFA stellt genau diese Funktionalität bereit, indem es über die Geolocation Policy einen sicheren, standortbasierten Zugriff ermöglicht, ohne die Benutzer damit zusätzlich zu belasten.
Wie implementiert man Geolokalisierung als Teil von MFA in Unternehmensnetzwerken?
Um Geolokalisierung als Bestandteil der Multi‑Faktor‑Authentifizierung (MFA) in Unternehmensnetzwerken einzusetzen, verwendet man geolokationsbasierte MFA‑Mechanismen wie Rublon MFA. Nach der Aktivierung der Geolocation‑Richtlinien konfigurieren Administratoren länderspezifische Zugriffsregeln als standortbasierte MFA‑Policies. Ab diesem Moment wird jeder Authentifizierungsversuch anhand dieser Richtlinie bewertet und je nach Standort des Benutzers per MFA verifiziert und somit zugelassen, oder blockiert.
Wie verbessert Standortintelligenz die Kontosicherheit?
Standortintelligenz erhöht die Kontosicherheit, indem sie bei jedem Login‑Versuch die Geolokalisierung des Benutzers bewertet und mit definierten standortbasierten Zugriffsrichtlinien vergleicht. Auf dieser Grundlage kann das System die Anmeldung automatisch zulassen, zusätzliche MFA‑Verifizierung verlangen oder den Versuch vollständig blockieren, wenn er aus einem nicht vertrauenswürdigen Land oder Hochrisikogebietstammt.
Ist der Standort ein MFA‑Faktor?
Der Standort ist kein eigenständiger MFA‑Faktor, stellt jedoch ein starkes kontextbezogenes Signal dar, das in geolokationsbasierter MFA und standortabhängigen Zugriffsrichtlinien genutzt wird, um das Risiko bei der Anmeldung präziser zu bewerten. Während MFA auf etwas basiert, was du weißt, besitzt oder was dich ausmacht, fügt die Geolokalisierung einen umgebungsbezogenen Kontext hinzu, der adaptives, standortbasiertes Authentifizieren unterstützt und die Durchsetzung geographisch bedingter Zugriffsrichtlinien erleichtert.